Expected Goals ordnet jedem Schuss eine Wahrscheinlichkeit zu, basierend auf historischen Ergebnissen ähnlicher Chancen — Entfernung, Winkel, Körperteil, Assist-Art. Die Summe ergibt das xG eines Teams in einem Spiel oder einer Saison: ein Maß für die Chancenqualität, das Abschlussglück ausklammert. Ein Team, das 1:0 gewinnt mit 0,4 xG gegen 2,3, verdankt das seinem Torwart, egal was die Tabelle sagt.
Für Wettende ist xG ein Formsignal, das schneller stabil wird als Ergebnisse: Teams, die ihre xG massiv übererfüllen, tendieren zur Regression, und der Markt hinkt dieser Regression oft hinterher. Seine Grenzen sind ebenso wichtig — es ignoriert Spielsituation und Schuss-Kontext über sein Modell hinaus, unterscheidet sich zwischen Anbietern, und ein Spiel xG ist fast genauso rauschig wie ein Spiel Tore. Nutzen Sie es als Input, nie als Urteil.
In den letzten sechs Spielen erzielte ein Team 11 Tore aus 6,1 xG. Wettmärkte, die nach diesen 11 Toren kalkulieren, könnten eine Abschlussglückssträhne übergewichten, die xG mit ~80% über nachhaltiger Rate laufen lässt.