Heimmannschaften erzielen mehr Tore und kassieren weniger als dieselben Teams auswärts — historisch etwa 0,3–0,4 Tore pro Spiel, getrieben durch Zuschauereffekte auf Spieler und Schiedsrichter, Reisen und Vertrautheit. Der Effekt ist real, ligaspezifisch und nimmt über alle Fußball-Ligen hinweg langsam ab.
Jedes seriöse Modell rechnet mit separaten Heim- und Auswärtsquoten statt einer Teamstärke — unseres auch. Der Wettwinkel liegt nicht darin, dass Heimvorteil existiert — der Markt weiß das — sondern dass seine GRÖSSE je nach Liga und Saison variiert, und Quoten, die auf dem globalen Durchschnitt basieren, die Extreme falsch bewerten.
In unseren gefitteten Ligen liegt die Heim-Torquote bei ~1,4 gegenüber ~1,1 auswärts — ein Vorteil von 0,3 Toren, der in einem ausgeglichenen Spiel etwa 8–10 Punkte Gewinnwahrscheinlichkeit wert ist. Eine Liga, deren aktuelle Saison deutlich über oder unter ihrem Eigendurchschnitt läuft, ist dort, wo die Gesamttor- und 1X2-Quoten zuerst abweichen.